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Glutenfrei leben: Was ist Gluten und wo steckt es drin?

In der Themenwoche „glutenfrei leben“ lasse ich euch an meinen Erfahrungen und meiner Zöliakie teilhaben. Zum Auftakt schreibe ich darüber, was Gluten überhaupt ist und worin es steckt. Manchmal ist es doch überraschend, welche Lebensmittel und Produkte Gluten enthalten. Es gibt die Inhalte sowohl in Blogform zum lesen als auch auf meinem Youtube-Kanal.

Was ist Gluten?

Gluten ist ein Einweißbestandteil von Getreide. Man nennt es auch Klebereiweiß und es ist eine Art natürliches Bindemittel. Man unterscheidet zwei Arten von Getreide: Glutenhaltiges und glutenfreies Getreide. Glutenhaltiges Getreide ist Weizen, Gerste, Hafer, Roggen, Couscous, Dinkel und Grünkern. Glutenfreie Getreide sind unter anderem Mais, Reis, Hirse, Amarant, Buchweizen und Quinoa.

Der Teufel steckt im Detail, daher gilt es für ein rein glutenfreies Leben immer, dass die Zutatenliste gecheckt wird.

Worin ist Gluten enthalten?

Dass Gluten in Teigwaren enthalten ist, liegt auf der Hand: Brot, Brötchen, Kuchen, Kekse, panierte Lebensmittel, Nudeln, Pizza, Hamburger. Aber wie schon beschrieben, oftmals ahnt man nicht, worin Gluten stecken kann. Besonders wenn man sich nicht mit Zöliakie oder einer Glutenunverträglichkeit beschäftigt, ist die Gefahr hoch, in eine Art „Falle zu tappen“.

Hier nun eine Liste von Produkten, die Gluten enthalten bzw. enthalten können:

  • Gebundene Soßen
    Da Mehl oft zum andicken verwendet wird, ist dies besonders bei Soßen der Fall. Fragt also im Restaurant immer nach, ob mit Mehl oder Getreide gearbeitet wurde. Im Zweifel lieber ohne Soße bestellen.
  • Suppen
    Hier gilt das Gleiche wie bei den Soßen. Um die beste Konsistenz zu erhalten, wird oftmals mit einer Mehlschwitze gearbeitet.
  • Fertiggerichte
    Mir sind bisher kaum glutenfreie Fertiggerichte unter gekommen. Hier dient Weizen als Trägerstoff der Aromen und als Stabilisator.
  • Fettreduzierte Produkte
    Hier gilt ähnliches wie bei den Fertiggerichten. Besonders als Geschmacksträger kommt Gluten zum Einsatz – irgendwas muss die fehlenden Fette schließlich ersetzen.
  • Pommes und Kroketten
    Oftmals wird mehl oder eine Panade benutzt, um Pommes oder Kroketten besonders knusprig herzustellen.
  • Kartoffelpuffer
    Hier dient Mehl bzw. Weizen oft als Bindemittel, um den Teig beisammen zu halten und damit sie knuspern.
  • Wurst, Würstchen, Frikadellen
    Frikadellen werden immer mit altem Brot vermengt, um eine angenehme Konsistenz und ebenfalls eine homogene, zusammenhaltende Masse zu erreichen. Aber auch bei Wurst und Würstchen solltet ihr immer checken, was dieser Masse noch hinzugefügt wurde.
  • Eis
    Grundsätzlich ist Eis glutenfrei. Allerdings müsst ihr bei neumodischen Sorten wie Apfelstrudel oder weiße Schokolade/Cookies aufpassen, wenn Bestandteile aus glutenhaltigem Getreide verarbeitet wurden oder zumindest im Namen auftauchen.
  • Chips, Flips, Nachos
    Bei diesen Knabbereien wird häufig Weizen verwendet. Entweder schon in der Teigmasse oder in einer (Geschmacks-)Panade.
  • Gewürzmischung
    In Gewürzmischungen kann ebenfalls Gluten als Geschmacksverstärker beigemischt werden.
  • Soja-Soße
    Handelsübliche Soja-Soße enthält Weizen. Ich muss gestehen, dass ich nicht genau weiß, warum. Aber da Soja-Soße gebraut wird, vermute ich dass es an diesem Prozess liegt.
  • Crunchy Sushi-Rolls
    Die Sushi-Liebhaber unter euch kennen sicherlich Crunchy-Rolls. Dabei werden die Rollen oder einzelne Bestandteile mit Tempura-Teig ummantelt und frittiert. Schaut auch immer in der Beschreibung, ob Tempura-Teig genutzt wurde.
  • Müsli
    Das handelsübliche Müsli enthält immer glutenhaltiges Getreide, da es aus geröstetem oder gebackenem Getreide besteht. Eine Ausnahme bilden hier Cornflakes, denn sie bestehen aus Mais. Bitte aber immer checken, ob sie auch wirklich zu 100% aus Mais bestehen.
  • Stärke
    Oftmals wird Weizenstärke verwendet. Mondamin ist z.B. glutenfrei. Bitte auch im Restaurant nachfragen, mit welcher Stärke gedickt wird.
  • Bier
    Bier besteht aus Hopfen und auch im Brauprozess wird das Gluten nicht zerstört (wie z.B. bei Korn). Hier trinkt man quasi flüssiges Gluten, es ist als würde man in ein Brot beißen.
  • Surimi
    Das gepresste Krabbenfleisch enthält Gluten. Zum einen für die Entstehung einer homogenen Masse, aber auch als Geschmacksträger.

Wie sind glutenfreie Produkte gekennzeichnet?

Dank der verschiedensten Vorgaben werden glutenfreie Produkte mittlerweile gekennzeichnet. Das heißt, dass nicht nur das entsprechende Allergen (in unserem Fall Gluten) gekennzeichnet werden muss. Auf glutenfreien Produkten findet ihr den entsprechenden Hinweis unter der Zutatenliste oder das Glutenfrei-Symbol mit der durchgestrichenen Ähre. Es bietet Menschen die Gewissheit, dass es sich wirklich um ein sicheres Produkt handelt. Die Verwendung des Siegels unterliegt strengen Regelungen und darf nur für Produkte, deren Glutengehalt bei höchstens 20 Milligramm pro Kilogramm liegt und die damit ungefährlich sind, benutzt werden.

Wenn nicht dran steht, dass das Produkt glutenfrei ist, findet ihr oft den Hinweis „Kann Spuren von Gluten enthalten“. In dem Fall werden in der gleichen Produktionsstätte glutenhaltige Getreide verarbeitet. Hier kommt es auf die Empfindlichkeit an. Ich kann diese Produkte konsumieren, andere wiederum nicht.

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