Die Schlacht mit den Rabattcodes - LA MODE ET MOI, der Modeblog

Die Schlacht mit den Rabattcodes

Eine solche Art von Blogpost geht recht selten hier auf LA MODE ET MOI online, aber ich möchte meine Gedanken zu der letzten Woche los werden. Es sind Gedanken, die eigentlich bei vielen Feiertagen oder Anlässen hochkommen. Es geht um die unglaubliche Schlacht der Influencer und Blogger mit Rabattcodes und Affiliate-Links. Wie man im Allgemeinen zu Black Friday, Cyber Week, Valentinstag, Weihnachten, Mutter- & Vatertag, Halloween usw. steht, kann jeder von euch Lesern selber entscheiden. Darum bzw. um den Konsum soll es hier nicht gehen – das wäre sicherlich einen eigenen Blogpost wert.

Overload an Rabattcodes

Kommen wir aber zurück zum ursprünglichen Thema. In der letzten Woche hatte ich ab einem bestimmten Punkt keine Lust mehr auf Blogs und Instagram zu schauen. Überall wo man hin sah wurden Rabatte promoted, Wishlists mit den Rabattcodes und Direktlinks gepostet und Hauls online gestellt. In dieser geballten Form war das einfach zu viel für mich persönlich! Schlussendlich war ich so abgeschreckt, dass ich keine Lust hatte in den Online-Shops zu stöbern und kein einziges Teil bestellt habe. Das war mir einfach viel zu viel Konsum überall! Zugegebermaßen ist das nicht ganz korrekt. Ausgenommen ist da meine neue Kaffeemaschine. Aber da wurde ich nicht geinfluenced, sondern meine alte Maschine hat den Geist aufgegeben.

„Das habe ich mir bestellt“

Eine andere Sache, die mir auf den Magen schlägt ist die Affiliate-Schlacht, die zu Black Firday / Cyber Week / Cyber Monday beginnt. Wie bei allen anderen Anlässen im Übrigen auch! Das grundsätzliche Platzieren von Affiliates möchte ich auch gar nicht verurteilen. Schließlich mache ich das auch und viele Blogger möchten/müssen mit dem Bloggen Geld verdienen – also alles OK. Was mich stört, ist dieses pseudo „Ich zeige euch mal meine Wishlist“ / „Ich zeige euch das was ich geshopped habe“ /  „Das wünsche ich mir zu Weihnachten“. Denn alle, die in den Affiliate Netzwerken drin sind, bekommen haargenau aufgezeigt, wann was am besten funktioniert und wieso was gekauft wird.

Es ist knallhartes Business! Es geht den Meisten nur darum, die Affiliate-Links extra prominent und sympathisch zu platzieren. Das ist kein Good Will gegenüber den Lesern oder weil sie alle so lieb sind, sondern weil sie ihre Leser zum Kaufen animiern wollen und darüber dann Geld verdienen.

Und das macht mich einfach sauer… Denn viele Leser, besonders die jungen Leser, sind sich dessen vermutlich nicht bewusst. Sie bestellen einfach drauf los – weil es ein Mega Schnäppchen ist und die Lieblingsbloggerin es so schön findet. Da werden auch mal schnell die Nachhaltigkeits und Bewusst-Einkaufen Gedanken über Bord geworfen, die auch auf dem Blog stattfinden. Bei so vielen Accounts habe ich wirklich mit dem Gedanken gespielt, auf Unfollow zu klicken. Symathisch fand ich dann Diejenigen, die dort bewusst oder unbewusst nicht mitgemacht haben.

Wie steht ihr zu dem Thema?

Wie könnte ein verantwortungsvoller Umgang aussehen?

Motzen können wir alle, aber wie stelle ich mir eine Lösung vor? Erstens wäre es aus meiner Sicht zielführend, wenn eine ehrliche Info folgt, dass die gezeigten Links Affiliate-Links sind und was sie bewirken. Das sollte in der aktuellen Rechtslage eigentlich Standard sein, schockierenderweise sah man es sehr selten. Vermutlich weil es potentielle Käufer verschreckt?

Zweitens fänd ich ein ehrliches Feedback hilfreich, welches Teil eines Hauls auch wirklich behalten wurde. Ich kann mir gut vorstellen, dass viele in ihren Hauls schöne Teile zeigen, die sie selber nicht behalten.

Drittens und zuletzt wäre eine erwachsener Umgang mit Affiliate Marketing ein Vorschlag. Eine offene Kommunikation darüber, dass es der Job des Bloggers ist, angesagte Teile zu tragen, aber dass man eben nicht alles behält. Darüber hinaus wäre auch ein erwachsener Umgang mit Konsum gegenüber den Lesern fair. Das habe ich bei manchen auch gesehen: Sie weisen darauf hin, vorher eine Liste zu schreiben, was man wirklich braucht oder schon lange wünscht. Denn die Rabatte sind teilweise wirklich lohnenswert. Oder kurz vor dem ‚Kaufen‘-Klick wirklich zu überlegen, ob man das Teil wirklich braucht oder nicht.

Habt ihr weitere Tipps?

18 Comments

  • Sigrid Braun

    27. November 2018 at 16:33

    Ich schaue gerne auf anderen Blogs vorbei und lasse mich inspirieren, aber so viel Werbung wie in den letzten Tagen gefällt mir auch nicht. Ich setze natürlich auch hin und wieder einen Link auf ein Produkt, aber sehr sparsam. Ich will ja meine Leser behalten!
    Liebe Grüße
    Sigrid

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  • Sophia

    27. November 2018 at 14:26

    Wir leben leider in einer zunehmender Konsumgesellschaft – und Feiertage wie Weihnachten werden leider immer kommerzieller. Ich versuche mich diesen ganzen Rabatten und Black-Fridays-Kram zu entziehen.
    Ich finde es auch wichtig, dass im Internet und in der Blogger-Szene eine gewisse Transparenz herrscht – Geld hin oder her. Schließlich sollten sich Beziehungen zum Leser auch nicht auf einem Fundament von Verschweigen bzw. Nicht-Sagen aufbauen. Tranzparenz ist unabdingbar. Danke für deine Gedanken und den tollen Beitrag.
    Liebe Grüße aus Berlin
    Sophia von https://art-culture-and-more.de

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    • Emilie

      27. November 2018 at 14:33

      Da hast du Recht. Und die Beziehung zwischen Blogger und Leser sollte nicht daraus bestehen, dass der Blogger nur Geld mit dem Leser verdient und ihn zum Kauf über Affiliates animiert… Da scheint es aber gerade rund um Feiertag ehinzugehen.
      Liebe Grüße

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  • Sarah

    26. November 2018 at 22:59

    Oh, ich gebe dir Recht. Ich finde es super wichtig, dass man verantwortungsvoll mit all dem Konsum umgeht. Ich habe auch Rabattcodes geteilt, in der Instastory aber mehrfach erwähnt, dass bitte nur bestellt wird, wenn’s auch gebraucht wird und man doch einfach erst mal drüber nachdenken sollte. Ich habe übrigens gar nichts gekauft in diesem Jahr 🙂

    Liebst,
    Sarah von http://www.vintage-diary.com

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  • Bea

    26. November 2018 at 22:34

    Ja, die Zeit des Kaufens und des Konsums ist gekommen. Ich muss sagen, mich hat dieser Black-Friday-Kram bisher nicht interessiert. Ich kaufe eigentlich eh nur das, was ich wirklich will.

    Lieben Gruß, Bea

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  • Mama Rausch

    26. November 2018 at 21:43

    Schwieriges Thema. Muss man immer behaupten, dass das eigene Lieblingsteil ist oder dass es genau das EBook war, das einem zum Erfolg verholfen hat. Nur, wenn es das wirklich ist, finde ich.
    Aber ich finde schon, dass man auch Dinge anpreisen darf, die man selber gerne hätte. Man muss nur auch das in der Beschreibung erwähnen. Ich habe zum Beispiel auf Pinterest ein Board „Was Mama sich wünscht…“ besteht natürlich auch nur aus Affiliate Links, wer es nicht mag kann dem Board ja einfach nicht folgen und bekommt mit hoher Wahrscheinlichkeit diese Produkte nicht angezeigt.

    Was mich jetzt aber auch am Black Friday/Weekend genervt hat, war die Vielzahl an E-Mails, die mich häufig einmal zu oft auf ein Angebot hingewiesen haben. So habe ich angepriesene Produkten nicht nur nicht gekauft, sondern mich auch aus so einigen Newsletter ausgetragen. 😉

    Liebe Grüße Alexandra

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  • L♥ebe was ist

    26. November 2018 at 20:19

    ich kann deinen Verdruss durchaus verstehen liebe Emilie! zwar habe ich es mir nicht nehmen lassen und auch eine Bestellung getätigt und auf dem Blog die entsprechenden Rabattcodes zur Verfügung gestellt – aber ich plädiere hier auch ganz klar für einen verantwortungsvollen Umgang und nicht den Kauf von Dingen, nur weil sie gerade günstig sind.

    liebste Grüße auch,
    ❤ Tina von liebewasist.com

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    • Emilie

      26. November 2018 at 21:55

      Genau, es ist ja in Ordnung die Codes und Rabatte zu nutzen – habe ich ja auch gemacht. Aber der unverantwortliche Umgang stört mich einfach…
      Liebe Grüße

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    • Emilie

      26. November 2018 at 21:54

      Aber du bist doch auch Leserin bei anderen Bloggern oder? Meiner Meinung nach kann man sich nicht immer nur auf seinen eigenen Kosmos berufen…
      Viele Grüße

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  • Avaganza

    26. November 2018 at 17:57

    Also ich gebe zu mich hat es die letzten Tage schon sehr genervt. Wenn man das Business ein bisschen versteht, sieht man all die „Empfehlungen“ der Blogger Kollegen einfach anders. Ich selbst habe keine Affiliate Links am Blog, deshalb findet man bei mir diese Rabattschlacht nicht. Wenn ich etwas zeige, dann weil ich es wirklich mag und meistens auch selbst gekauft habe.

    Liebe Grüße
    Verena

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    • Emilie

      26. November 2018 at 21:52

      Das ist ein guter Ansatz liebe Verena. Du hast Recht, wenn man das Business verstanden hat, haben sehr viele Posts einen Beigeschmack…
      Liebe Grüße

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